Flug über Inseln, Watt und Meer
Autor: Florian Molecz
Fotos: René Braunegger
Reise, Reise – Jeder tut’s auf seine Weise
Crew
René und ich, haben uns vor über 11 Jahren während der PPL Ausbildung bei der MFU kennen gelernt und uns verbindet seitdem eine enge „Pilotenfreundschaft“, die uns regelmäßig zu Missionen ins Ausland führt. Anfangs noch auf unterschiedlichen Mustern unterwegs, hat sich heute die Cessna 172 als das präferierte Flugzeug für gemeinsame Reisen herauskristallisiert. René fliegt Aquila 211 und Cessna 172 – Ich (Florian) fliege Cessna 172 & 182 und zusammen bringen wir es auf ungefähr 500h PIC Erfahrung. Nach mehreren Dutzend Reisen an die Adria war es nun an der Zeit, endlich einmal unseren nördlichen Lieblingsnachbarn zu besuchen. Hierfür haben wir die Nordseeküste als Ziel auserkoren und werden diese mit der OE-DCL besuchen.
Warum?
- Weil die Gegend landschaftlich einfach komplett neu und interessant für uns ist
- Weil wir herausfinden wollten, ob der auf der Insel Sylt im Jahre 2024 erstaufgeführte und international bekannte Sommerhit „Ausl… Raus“ denn auch wirklich der Meinung der lokalen & indigenen Bevölkerung entspricht
- Weil wir die Besonderheiten von Deutschland – oder besser gesagt „Fliegen in Deutschland“ – kennen lernen wollten
- Weil es wenige Gegenden in Reichweite gibt, wo „Inselhopping“ so interessant durchzuführen scheint
- Weil wir und vor allem René, als hauptberuflicher Förster, wissen wollten, ob der Borkumkäfer aus Borkum kommt 😉
Damit waren die Ziele der Mission definiert und ich darf jetzt schon vorwegnehmen: Sie wurden auch erfüllt. Dazu aber mehr im Laufe des folgenden Berichts 😉
Jede Reise beginnt mit der entsprechenden Vorbereitung. Da wir das Flugzeug für 4 Tage (3 Übernachtungen) reservieren mussten, war zuvor eine Genehmigung des Vorstands einzuholen, die mit den Worten „Geht ok, viel Spaß an der Nordsee!“ prompt erfolgt ist. Für die sichere und erfolgreiche Durchführung solcher Missionen, hat das Umfeld keine zu unterschätzende Bedeutung. Eine qualitativ hochwertige Ausbildung, ein Verein in dem sich viele Menschen ehrenamtlich aber dennoch hochprofessionell um die gemeinsame Passion bemühen, eine Flotte in einem technisch sauberen Zustand und nicht zuletzt die menschliche Komponente – all das finden wir in der MFU vor und haben es zu schätzen gelernt. Nicht zuletzt ist ein solches Vorhaben nichts Anderes als das Produkt all dieser Faktoren.
Ungefähr eine Woche vor der geplanten Abreise, haben wir mit der Vorbereitung der Mission begonnen und uns einmal angesehen, welche Flugplätze es „da oben“ überhaupt gibt, wie lang deren Pisten sind, ob es dort AVGAS gibt und ob man uns dort „überhaupt will“ (siehe Punkt b) unserer Missionsbeschreibung oder in Pilotensprache: ob „PPR“ Anfragen notwendig sind. Nachdem wir mit jedem für unsere Reise in Frage kommenden Fluplatz (sowie Alternate) telefoniert hatten, um ebendiese Fragen zu klären, konnten wir eine erste grobe Flugplanung vornehmen und haben die Entscheidung getroffen, von „West nach Ost“ zu reisen. Damit war klar, dass unsere Route über Borkum als dem westlichsten Punkt bis nach Heringsdorf als dem östlichsten Punkt der deutschen Nordsee, führt. Als dann sämtliche Anflugblätter gedruckt, NOTAMS studiert und Lufträume eingesehen waren, haben wir mit der Detailplanung der zu fliegenden Legs gestartet. Folgend dürfen wir einen kurzen Einblick in Planung und tatsächlich durchgeführte Flugrouten pro Flugtag geben.
Sonntag, 12. Juli 2026
Nachdem wir das Flugzeug bereits am Vorabend mit genügend AVGas, Reinigungsmittel, Öl und Schwimmwesten ausgestattet hatten, waren wir erstmalig der „Erste“ am Sonntag um 0705Z in der Luft. Dies war auch notwendig um genügend Reserven für unsere doch ausgeprägte Anreise nach Borkum zu haben.
1. Leg – LOAV (Bad Vöslau) – EDAJ (Gera-Leumnitz), 252nm, 2:43 flighttime
Ziemlich „mittig“ auf unserer Route zu unserem Tagesziel Borkum, liegt der Flugplatz Gera Leumnitz. In EDAJ wird bereits der Betriebsleiterlose Flugbetrieb an mehreren Tagen der Woche praktiziert und auch auf deren Homepage gut erklärt. Kleine Differenzen zwischen der AIP, den auf der HP veröffentlichten Informationen und den zuvor telefonisch übermittelten Infos mussten wir dennoch feststellen und ließen einen gewissen Spielraum für eigene Interpretationen zu.
Nach Abflug in Bad Vöslau führte uns unsere Route westlich an Tulln und östlich an Allensteig vorbei und wir erreichten den tschechischen Luftraum gleich nach dem Überflug von Dobersberg. Unsere Anmeldung auf Praha Information war reibungslos und unkompliziert und man hatte sich unsere Routenführung laut Flugplan über die Wegpunkte NELPA – APRAQ – BAROX – ABKIS nochmals rückbestätigen lassen und uns darauf aufmerksam gemacht, das Gebiet rundum Pribaram (LKPM) zu meiden, da dort intensiver Fallschirmflugbetrieb herrscht.
Gesagt getan, analog zu dieser Info haben wir das Gebiet westlich umflogen und unsere Reise „according to flight plan“ fortgesetzt und sind in einer Flughöhe von 6000ft auf unserer Route auch der Praha TMA fern geblieben. Nach unserem Einflug in deutschen Luftraum, waren wir noch kurz mit Langen Information in Kontakt und unsere Route führte uns südlich an Chemnitz vorbei direkt nach Gera. Wir hatten uns noch von Langen Info eine Information zum Wind in Gera übermitteln lassen um zusätzlich zur Windanzeige im G1000 und unseren Informationen aus der Flugvorbereitung die passende Piste für die Landung in Gera auszuwählen.
Im Platzbereich angekommen, haben wir dann entsprechend den Bestimmungen zum Betriebsleiterlosen Verfahren Blindmeldungen (Positionsmeldungen) abgegeben und sind in den rechten Gegenanflug der Betriebspiste 06 eingeflogen. Tipp: es empfiehlt sich entlang der Autobahn anzufliegen, da diese direkt in die Platzrunde führt. In Gera angekommen, haben wir den Flieger wieder aufgetankt und wurden – trotz geschlossenen Flugplatzlokales – von den dort anwesenden Personen mit einer Gulaschsuppe und Chili Con Carne bewirtet. Unser erster Eindruck von den Germanen war nun doch gleich mal positiv 😉
2. Leg – EDAJ (Gera-Leumnitz) – EDWR (Borkum), 262nm, 2:37 flighttime
Um zu unserem Tagesziel in Borkum zu gelangen, führte uns unser zweiter Leg auf direktestem Wege über die Waypoints NAMUB – ROBEG – VAXEV – VISKI – SUQIF zur Insel Borkum. Für diesen Leg hatten wir eine Flughöhe von FL095 gewählt und auch der Durchflug des Airspace C von Hannover wurde gleich proaktiv von Langen Information angeboten und konnte nach einem Wechsel auf die entsprechende RADAR Funkfrequenz problemlos vollzogen werden. TIPP: wenn nach POB gefragt wird, sind „Persons on Board“ gemeint. Das kommt bei Langen Info und den Radar Frequenzen in Deutschland immer wieder vor.
Nach knapp 2 Flugstunden war nun endlich das Meer in Sichtweite und die Vorfreude auf unsere Landungen auf den verschiedenen Inseln stieg immer mehr. Für den Anflug auf Borkum ging es „straight in“ auf die Betriebspiste 31 wo schon einige Vögel auf uns gewartet haben – jedoch nicht, der viel strapazierte Borkumkäfer;-) Wir hatten uns dazu entschieden gleich Abends für den nächsten Flugtag vollzutanken und das Flugzeug noch entsprechend verzurrt für die Nacht.
Ja, an der Nordsee kann es manchmal windig werden und darauf sollte sowieso nie vergessen werden! Für uns verwunderlich war, dass wir (fast) keine Insekten auf dem Weg an den Flügelnasen mitgenommen haben, dementsprechend auch der Putzvorgang rasch abgeschlossen werden konnte. Der Holländische „Türmer“ hat uns freundlich in Empfang genommen und gleich Geld abgenommen. Eine weitere interessante Entdeckung konnte auf dem Flugplatz Borkum gemacht werden: es scheint, dass sich das in Vöslau etablierte OLTsche Imperium, bis in den hohen Norden erstreckt. Den Beweis wollen wir mit folgendem Bildmaterial erbringen.
Nach Verlassen des Flugplatzes und Check-In im Hotel, haben wir fußläufig die Insel Borkum erkundet. Für uns sehr beeindruckend, da wir diese Form von Strand und Meer zum ersten Mal gesehen hatten. Die bekannten Strandkörbe soweit das Auge reicht. Jedoch empfiehlt es sich auch im Sommer, mit einer dicken Jacke anzureisen, denn Abends wird’s kalt und der Wind macht’s auch nicht besser.
Montag, 13. Juli 2026
Wir sind wieder früh in den Tag gestartet um unser Flugprogramm möglichst stressfrei abwickeln zu können. Wir hatten morgens nochmals die anzufliegenden Flugplätze telefonisch kontaktiert, ob es Besonderheiten an dem Tag gäbe, die zu beachten wären. An diesem Tag haben wir bewusst versucht, einige der Nordsee Inseln abzufliegen um einen gröberen Eindruck zu bekommen.
3. Leg – EDWR (Borkum) – EDWJ (Juist), 27nm, 0:18 flighttime
Unser erster Leg an diesem Tag führte uns von der Insel Borkum zur Insel Juist. Nach Abflug auf der Piste 13 haben wir Richtung Westen gedreht um die Insel einmal zu umfliegen und aus der Vogelperspektive in 1500ft zu genießen. Nach einem kurzen Flug (ohne Anmeldung auf Langen Info) haben wir uns bereits in Juist angemeldet und sind nach Einflug in den Queranflug auf der Betriebspiste 07 gelandet. Am Turm hatten wir dann noch kurz die Gelegenheit mit den Betriebsleitern zu plaudern und eine Gruppe der deutschen Flugpolizei kennen zu lernen (diese wird uns heute noch öfters begegnen). Nach ungefähr 30 Minuten ging es dann auch schon weiter zu unserem zweiten Tagesziel Norderney.
4. Leg – EDWJ (Juist) – EDWY (Norderney), 14nm, 0:11 flighttime
Da dies der kürzeste „overwater“ Leg unserer fliegerischen Karriere hätte sein können, haben wir uns dazu entschlossen, den Flug etwas auszudehnen um von geplanten 5 Flugminuten, auf wenigstens 11 zu kommen.-) Wir sind in Norderney von Süden kommend in die Platzrunde eingeflogen und dann auf der Betriebspiste 08 gelandet. Beim Zahlen am Turm, haben wir dann wieder die Truppe der deutschen Flugpolizei gesehen, die uns auch schon in Juist in Empfang genommen hat. So langsam erstreckte sich die Frage, ob die wohl wegen uns gekommen ist… Nach einer kurzen Pause, ging es dann auch schon weiter nach Wangerooge.
5. Leg – EDWY (Norderney) – EDWG (Wangerooge), 29nm, 0:19 flighttime
Als nächstes Ziel hatten wir Wangerooge gewählt, weil wir dort während der Mittagspause des Flugplatzes, die Insel zu Fuß erkunden wollten. Unser Flug führte uns südlich an den Inseln Baltrum, Langeoog und Spiekeroog vorbei, bevor wir dann wieder aus südlicher Richtung kommend, die Platzrunde über den rechten Queranflug auf die Betriebspiste 09 angeflogen sind. Beim Zahlen am Turm trafen wir dann wieder alte Bekannte – die deutsche Flugpolizei, die uns belustigt zur Rede stellte, ob wir Sie vielleicht verfolgen. Das Rätsel um die Polizei war damit aufgeklärt – nicht wir wurden verfolgt, sondern wir hatten sie verfolgt 😉 Danach sind wir zu Fuß weiter, haben die Insel erkundet und uns zum Mittagstisch begeben um die Zeit bis zur Wiedereröffnung des Flugplatzes zu überbrücken.
6. Leg – EDWG (Wangerooge) – EDXO (St. Peter-Ording), 59nm, 0:38 flighttime
Unser vierter Tagesleg führte uns nach St. Peter Ording und damit wieder an das deutsche Festland. Nach dem Abflug ging es Richtung Norden an Helgoland vorbei um danach mit einem Ostkurs direkt nach St. Peter Ording anzufliegen. Dies war unser längster Leg der Reise „über Meer“ und bei einer ausgedehnten Flugzeit von knapp 40 Minuten war die Anmeldung auf Lagen Info dann auch wieder Bestandteil der Reise. Diese haben uns auch sehr freundlich darüber aufgeklärt, dass wir eigentlich auch direkt Richtung St. Peter Ording reisen können, weil die am Weg befindliche Restricted Area EDR13B nur bis zu einer Höhe von 2500ft aktiv sei.
Dankend sind wir aber dennoch bei Helgoland vorbei, da wir die Route bewusst so gewählt haben. Nachdem wir die Platzrunde in St. Peter-Ording über den Gegenanflug auf die Piste 25 angeflogen sind, gab es dann noch ein Durchstartmanöver auf Grund von starken Windscherungen und beim zweiten Versuch sind wir dann sicher und sanft in der Gegenrichtung auf Piste 07 gelandet – der Wechsel der Richtung hat sich damit bezahlt gemacht und es war wieder eine gute Übung um Dinge die man vielleicht nicht so oft benötigt, wieder ins Gedächtnis zu rufen.
Nach Verlassen des Flugplatzes ging es dann zum Hotel und wir haben uns fußläufig mit der Umgebung vertraut gemacht. Wir dürfen an dieser Stelle sagen, dass St. Peter ein Geheimtipp für diese Gegend ist. Wenn man die Nordsee im Kopf hat, denkt man meist zuerst an Sylt (was wir bewusst ausließen) oder die ganzen anderen kleinen Inseln. St. Peter Ording hatte einen jungen Flair, einen „unendlich“ breiten feinen Sandstrand und tolle Lokale. Man hat sich hier sofort wohl gefühlt und auch die Temperaturen waren nicht vergleichbar mit dem „Frost“ der auf den Inseln herrschte. Nach einem ausgiebigen Abendessen und Spaziergang haben wir uns dann für den nächsten Tag vorbereitet.
Dienstag, 14. Juli 2026
An diesem Tag waren wieder etwas längere Legs geplant, da wir bis nach Usedom – zum Flughafen Heringsdorf – wollten.
7. Leg – EDXO (St. Peter-Ording) – EDHK (Kiel-Holtenau), 56nm, 0:38 flighttime
Der erste Leg des dritten Flugtages führte uns mit einem Ostkurs südlich an den Kontrollzonen von Schleswig vorbei um danach über den Westensee in Kiel auf Piste 08 zu landen. Wir hatten nun erstmalig wieder länger „Boden“ unter dem Fahrwerk und der Anflug auf Kiel war auch leicht durchführbar und landschaftlich interessant. Da es dort keine geöffnete Infrastruktur (Flugplatzlokal) gab, sind wir nach einer kurzen Pause gleich weiter.
8. Leg – EDHK (Kiel-Holtenau) – EDAH (Heringsdorf), 148nm, 1:33 flighttime
Nach dem Einen oder Anderen sehr kurzem Leg, hatten wir uns darauf gefreut, nun wieder einen Leg mit mehr als einer Flugstunde fliegen zu dürfen. Nach dem Abflug auf der Piste 08 führte uns die Route nördlich an Lübeck und südlich an Rostock vorbei, um dann über den Wegpunkt „W“ von Heringsdorf in den Anflug auf die Betriebspiste 10 überzugehen. Wieder ein traumhafter Anflug auf einen verhältnismäßig großen Flughafen. Nach Sichtung diverser Logos der schweizerischen Fluggesellschaft SWISS, durften wir erfahren, dass in Heringsdorf „sogar“ SWISS 1x wöchentlich landet.
Der Flughafen ist jedenfalls großzügig für den dort vorherrschenden Betrieb ausgeführt und als Kaufmann stellt man sich die Frage, wie sich das rechnen kann. Sogar der Auftankvorgang wird von dort ansässigem Personal durchgeführt und wir haben auch hier das Flugzeug wieder ordnungsgemäß im Rasen „verzurrt“ (Achtung: hier keine Verzurrösen am Boden, dh. Die Anker sind selbst in die Erde einzuschlagen, weshalb es sich empfiehlt, einen Hammer mit zu führen – Tip).
Auf der Suche nach einem Hotel auf Usedom haben wir uns dazu entschlossen, auf dem polnischen Teil der Insel zu bleiben und dürfen bestätigen, dass das eine gute Entscheidung war. Sobald man die Grenze überquert hat, war das Leben viel agiler, das Publikum entsprechend jünger und die Auswahl an Lokalen deutlich größer. Uns überraschten vor allem die liebevoll gestalteten Gebäude und die saubere zum entlangschlendern einladende Flaniermeile. Wir haben den Aufenthalt auf dem polnischen Teil der Insel sehr genossen.
Mittwoch, 15. Juli 2026
Der Tag unserer Heimreise nach Vöslau. Die letzten Wetterberichte und Karten beurteilend wussten wir, dass es nicht zu viele Fenster für einen problemlosen Flug nach LOAV gab, da sowohl in Tschechien als auch Österreich mit einigen Gewitter zu rechnen war. Wir entschieden uns daher für einen Zwischenstopp in Bautzen und einen möglichst frühen Abflug in Heringsdorf.
9. Leg – EDAH (Heringsdorf) – EDAB (Bautzen), 168nm, 1:32 flighttime
Unser erstes Segment des letzten Reisetages führte uns mit einem Südkurs entlang der polnischen Grenze von Heringsdorf nach Bautzen. Ein Durchflug der TMA Berlin wurde durch Langen Info problemlos koordiniert und hat uns wieder ein paar Minuten gebracht. Südlich von Berlin fallen einem dann zwei Dinge auf: viele Seen und riesige Kohleabbaugebiete, die an Mordor aus „Herr der Ringe“ erinnern. In Bautzen ein problemloser Anflug und wir waren wieder verwundert über die Größe und Ausdehnung des Flughafens und wie wenig dort eigentlich los ist. Da uns eine Abmeldung von Langen Info auf Grund einer Funk-Abschottung. nicht mehr möglich war, haben sich ebendiese danach telefonisch in Bautzen versichert, dass wir auch sicher gelandet sind.
10. Leg – EDAB (Bautzen) – LOAV (Bad Vöslau), 262nm, 2:28
Unser Abschlussflug führte uns wieder in die geliebte Heimat zu unserer Homebase Bad Vöslau. Die Route ging an der Praha TMA westlich vorbei und wir durften im Bereich Dobersberg erstmalig österreichische Luft einatmen. Die Wolkenbasen waren bei diesem Flug speziell in Tschechien schon etwas tiefer, was häufige Wechsel der ursprünglich angedachten Routenführung zur Folge hatte. Auch Gewitter konnte man aus der Distanz sehr schön beobachten – das Glück von ein paar Regentropfen als Waschstraße für den Flieger blieb uns aber verwehrt.
Analog zu unserer Vorbereitung, war auch dieser Flug problemlos in VMC durchführbar und wie sich herausstellte war die Auswahl des Zeitfensters exakt und richtig um Gewittern auf der Route aus dem Weg zu gehen. Nach Einflug in den österreichischen Luftraum fanden wir dann wieder nahezu wolkenloses und perfektes Flugwetter vor und die Landung in Vöslau war ein gelungener und sanfter Abschluss unserer Mission.
Fazit zu unserer Mission:
- die Nordsee ist in jedem Fall eine Reise wert und begeistert nicht nur landschaftlich
- Wir wurden in Deutschland (als Ausländer) überall warm, freundlich und professionell aufgenommen. Die Sylter Hymne „Ausl. Raus“ wird von der indigenen Bevölkerung nicht gelebt
- Der Funk in Deutschland läuft freundlich, professionell und leichtgängig ab
- Fliegerisch sind wir voll und ganz auf unsere Kosten gekommen und dürfen die Route wärmstens empfehlen
- Der Borkumkäfer konnte nicht gesichtet werden 😉
Zusammenfassung:
- 10 Landungen auf 10 verschiedenen Flugplätzen
- 12:57 flighttime
- 1277nm zurückgelegte Distanz
- Mission erfüllt 😉
































